TV Herbolzheim – SG Waldkirch/Denzlingen 31:31 (13:13)
Zwei Punkte bleiben buchstäblich im Lattenkreuz hängen
Wie gebannt starrte jeder Anwesende Sekunden vor Schluss auf das südliche Tor in der Herbolzheimer Breisgauhalle, die Anhänger des heimischen TV wohl mit einer Mischung aus Bangen und Erleichterung, die der SG Waldkirch-Denzlingen eher etwas entsetzt, als das Spielgerät im Lattenkreuz des Herbolzheimer Kastens hing und somit der 31:31 Endstand des Landesliga Süd Spitzenspiels besiegelt war. Zuvor hatten die Gäste aus Waldkirch und Denzlingen einen Freiwurf rasch ausgeführt, Spielertrainer Sebastian Strübin am Ball, wirft aufs Tor, TVH Schlussmann Hagen Feth bereits geschlagen, der Ball trifft die Innenseite von Latte und Pfosten des rechten oberen Ecks und bleibt dort im wahrsten Sinne des Wortes kleben. Ungläubig können die SGWD-Spieler nur noch zusehen wie Feth die Kugel wie einen reifen Apfel aus der Ecke pflückt, um mit einem langen Wurf aufs andere Tor zu versuchen das Unmögliche noch zu schaffen, aber bereits als der Ball sich senkt ist die Spielzeit um und es bleibt beim 31:31 Unentschieden.
Es war angerichtet für das Duell zwischen Ligaprimus Herbolzheim und der jungen Mannschaft der SG Waldkirch-Denzlingen, die auf dem dritten Tabellenplatz rangiert. Verhalten allerdings begann das Spiel, die Hausherren legten vor, die SG zog nach. Der TV lebte von der individuellen Klasse seiner Akteure, während die Kandelstädter spielerisch und kämpferisch überzeugten. Mehr als sich drei Tore in Front zu werfen gelang Herbolzheim nicht und Waldkirch-Denzlingen gelang es sich geschlossen zum 13:13 Halbzeitstand heranzukämpfen.
Nach Wiederanpfiff durch die souverän leitenden Unparteiischen Buschmann und Ganter entwickelte sich plötzlich ein offener Schlagabtausch der Kontrahenten. Munter wurde aufs Tor geworfen. Auf Seiten der Gastgeber überzeugte erwartungsgemäß Erik Ziehler, der in dieser Phase durch seine Tore den TV im Spiel hielt. Nebenbei bemerkt war es Ziehler und Jochen Reymann, die mit ihren insgesamt 16 Feldtoren mehr als die Hälfte der Herbolzheimer Tore erzielten. Dahingegen verteilte sich die Last des Torewerfens auf Seiten der SGWD auf fast alle Schultern und Mitte der zweiten Halbzeit schienen die Gäste wegziehen zu wollen, als die Elztäler beim 27:29 Ballbesitz und Überzahlspiel hatten. Doch ein vergebener Gegenstoß und ein technischer Fehler brachten den TVH zurück, dieser glich aus, die SG konnte zwei Mal noch vorlegen, als der Handballgott ob des im Lattenkreuz klebenden Spielgeräts den 31:31 Endstand festlegte.
SGWD: Meyndt, Esterhazy; Disch (4/2), S. Strübin (4), Engler, Hoch (2), Zank (2), Mlinarevic (5), Forster (3), Bludau, F. Strübin (9), Faller (1), Vogt (1)
Bericht: J. Meyndt
